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Schüler der BBS Westerburg besuchten den Stadtbürgermeister

Erinnerungsprojekt: Das Schicksal von Albert Wengenroth - Opfer des NationalsozialismusWbg. Stadt BBS Besuch Projekt Albert Wengenroth

Die Jugendlichen der Klasse BVJ24f (Berufsvorbereitungsjahr) der Berufsbildenden Schule Westersburg besuchten gemeinsam mit ihrem Lehrer Björn Bergmann Stadtbürgermeister Janick Pape im Rathaus der Stadt Westerburg. Anlass war unter anderem der 80. Todestag von Albert Wengenroth. Hintergrund des Treffens war aber



auch die Möglichkeit, dass die Schüler sehen, was es bedeutet, wenn man sich gesellschaftlich engagiert.

„Ich möchte Ihnen für Ihr Engagement und Ihren ausgewöhnlichen Einsatz ausdrücklich danken. Dass Sie sich im Rahmen Ihres Projektes so intensiv mit Fragen der politischen Verfolgung auseinandergesetzt haben, verdient höchste Anerkennung“, lobte Pape, der die Schülergruppe und ihren Lehrer willkommen hieß.

Wbg. Stadt BBS Besuch Projekt Albert Wengenroth

Im Unterricht beschäftigen sich die Jugendlichen mit dem Schicksal von Albert Wengenroth, der als Sozialdemokrat von den Nationalsozialisten verfolgt wurde und am 12. Februar 1945 im Konzentrationslager Dachau starb. Ihr Erinnerungsprojekt trägt den Namen „Lost Places – von einem vergessenen Ort zu einem Westerburger Lokalpolitiker und Opfer des Nationalsozialismus“, wofür die Klasse kürzlich beim Schüler- und Jugendwettbewerb des Landes Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung mit dem ersten Platz ausgezeichnet wurde.

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„Mit großer Freude habe ich von Ihrem Erfolg erfahren. Dazu gratuliere ich Ihnen herzlich! Bedauerlicherweise wurden die Gemeinden, in denen die ausgezeichneten Schulen ihren Sitz haben, von der Landeszentrale für politische Bildung nicht zur Preisverleihung am 10. Juni 2025 eingeladen. Gerne hätte ich Ihnen auch in diesem Rahmen persönlich zu Ihrem Erfolg gratuliert, umso schöner, dass dies nun kurz vor den Sommerferien noch nachgeholt werden konnte“, so Pape. „Es freut mich sehr, dass Sie auch an die digitalen Stadtführungen der Stadt Westerburg anknüpfen. Dieses Projekt wurde maßgeblich von der Stadt initiiert und in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern wie der ehemaligen Stadtarchivarin, Maria Meurer, entwickelt.

Mit der Entwicklung der digitalen Stadtführungen zum jüdischen Leben in Westerburg haben wir unseres Erachtens einen seinerzeit einzigartigen Weg beschritten; verbunden mit der Hoffnung, damit auch die jüngeren Generationen zu erreichen“, berichtete der Stadtbürgermeister weiter.
Wie im Gespräch mit der Schülergruppe zu erfahren war, soll eine Ausstellung zum Leben von Albert Wengenroth geplant werden. „Hier können wir von Seiten der Stadt gerne unterstützen“, sagte der Stadtchef seine Hilfe zu.