„Zaubergarten“ feierte 50-jähriges Bestehen mit einem fröhlichen Jubiläumsfest
Kommunale Kita Westerburg blickt auf fünf Jahrzehnte erfolgreicher Bildungs- und Betreuungsarbeit zurück
Die Kommunale Kindertagesstätte „Zaubergarten“ in Westerburg feierte ihr 50-jähriges Bestehen. Zahlreiche Kinder, Eltern, Mitarbeitende, ehemalige Wegbegleiter sowie Freunde der Einrichtung kamen zusammen, um dieses besondere Jubiläum gemeinsam zu begehen. Den Auftakt bildete ein ökumenischer Gottesdienst, der von Pfarrer Maic Zimmermann und
Pastoralreferent Matthias Ruß gestaltet wurde. Schön war es zu sehen, als die Kindergartenkinder mit „Oben gute Laune, unten gute Laune“ zum Mitmachen animierten und später viele bunte Luftballons in den blauen Himmel aufstiegen ließen, an denen ihre Wünsche als Fürbitten hingen.
Die Kindertagesstätte befindet sich in Trägerschaft der Stadt Westerburg sowie der Ortsgemeinden Halbs, Hergenroth und Stahlhofen am Wiesensee. Der Vorsitzende des Zweckverbandes, Stadtbürgermeister Janick Pape MdL, begrüßte die Gäste und erinnerte an die Entstehungsgeschichte der Einrichtung. Als die kommunale Einrichtung 1976 ihren Betrieb aufnahm, galt sie mit drei Gruppen und 75 Kindern als Pilotprojekt: sie war die erste Kita in Westerburg, die ein warmes Mittagessen anbot und von Beginn an als Ganztagseinrichtung konzipiert wurde – damals ein Novum. „Mit Innovationen im Bereich der frühkindlichen Bildung sind wir in Westerburg offensichtlich immer vorne dabei“, betonte Pape. Zu den Meilensteinen der vergangenen Jahre zählen der Anbau einer Krippe im Jahr 2012, die Erweiterung um eine fünfte Gruppe 2015 sowie der Neubau einer Küche im Jahr 2023. Heute bietet die Kita Platz für 115 Kinder. Mit der geplanten Erweiterung des Außengeländes stehe bereits das nächste Projekt an.

„Es ist wichtig, dass die Trägerschaft nicht auf andere Ebenen verlagert wird“, hob Pape hervor und betonte: „Die Kitas sind gelebte Familienpolitik am Ort, sie sind Sozialpolitik, auf die die Ortsgemeinde konkret Einfluss nehmen kann. Diese Möglichkeiten müssen wir uns im Sinne der Kinder und ihrer Familien, wie auch des Kita-Teams bewahren“. Vorausschauend sei seinerzeit auch gewesen, früh einen Zweckverband mit der Trägerschaft der Einrichtung zu betrauen, dem neben der Stadt Westerburg auch die Ortsgemeinden Halbs, Hergenroth und Stahlhofen am Wiesensee angehören. Diese hatten als Geschenk einen Großteil der Kosten des Zauberers übernommen. Darüber hinaus überreichte Janick Pape Kita-Leiterin Sonja Eisbach ein schönes neues Zauberbuch.

Eisbach blickte in ihrer Ansprache auf fünf Jahrzehnte voller Kinderlachen, Freundschaften und gemeinsamer Erlebnisse zurück. „Wenn man sich vorstellt, wie viele Kinder in diesen fünf Jahrzehnten durch unsere Türen gegangen sind, wird einem bewusst, wie viele kleine Lebensgeschichten mit diesem Haus verbunden sind“, sagte sie. Ihr besonderer Dank galt allen Unterstützern, die die Entwicklung der Einrichtung geprägt haben.
Eisbach würdigte zugleich die tägliche Arbeit ihres Teams: „Jeden Tag erleben wir gemeinsam, wie Kinder wachsen, Neues entdecken und ihre Persönlichkeit entwickeln.“ Die Begeisterung und Fantasie der Kinder seien dabei die größte Motivation. Mit Blick auf die Zukunft betonte sie, dass die Kita auch weiterhin ein Ort bleiben solle, an dem Kinder sich wohlfühlen, wachsen, entdecken und einfach Kind sein dürfen.
Im Anschluss an den offiziellen Teil erwartete die Besucher ein abwechslungsreiches Programm, das ganz im Zeichen des Namens „Zaubergarten“ stand. Ein Zauberer sorgte für staunende Kinderaugen, während Mitmach-Tänze, Kinderschminken, Dosenwerfen, ein Hüpfrutschturm und eine Schatzsuche für Kurzweil und Spaß bei Groß und Klein sorgten. Auch für das leibliche Wohl war mit Deftigem vom Grill, Salaten, sowie Kaffee und Kuchen bestens gesorgt.