Grußwort zur Westerburger Kirmes 2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Freunde und Förderer der Westerburger Kirmes, Pape Janick Kirmes Grusswort 2020.02 v1

am kommenden ersten Augustwochenende wäre es wieder soweit und wir würden in Westerburg unsere Kirmes feiern. Traditionell würden wir auf dem geschmückten Rathausplatz und am farbenfroh beleuchteten Schafbachufer viele Gäste aus Nah und Fern begrüßen und bei sommerlichen Temperaturen

gesellige Stunden verleben. Dazu gehört normalerweise Musik, Gesang und Tanz, ebenso wie das Wiedersehen mit alten und neuen Freunden und Bekannten. Der Kirmesbaum würde am Kirmessamstag durch die Innenstadt gezogen, anschließend würde er auf dem Festplatz gestellt und dann das fröhliche Treiben auf dem Festplatz für die kommenden drei Tage überblicken. Am Sonntag würden wir einen feierlichen Kirmesgottesdienst anlässlich der Westerburger Kirchweih begehen und im Anschluss einen zünftigen Frühschoppen erleben. Auf der anderen Seite des Schafbaches würde der Rummelplatz zum Autoscooterfahren oder zu Karussellrunden einladen, bevor man seine Schießkünste an der Schießbude unter Beweis stellen oder das Glück bei Loseziehen probieren würde. Am Montag ginge unsere Kirmes mit dem traditionellen Umzug aus der Oberstadt ihrem Höhepunkt entgegen und beim anschließenden Frühschoppen hätten wir mit vielen Westerburgerinnen und Westerburgern, lokalen Geschäftsleuten, ansässigen Behörden und Gästen aus dem Umland vor der Bühne oder im gemütlichen Weindorf feiern können.

All dies kann in diesem Jahr leider nicht stattfinden, all dies vermissen wir schmerzlich, all dies fehlt uns im pandemisch überschatteten Jahr 2020. Aber vielleicht lernen wir nun, wo wir darauf verzichten müssen, das Angebot der Vorjahre umso mehr schätzen und freuen uns auf die kommenden Jahre, verbunden mit der Hoffnung, dass wir dann wieder ausgelassener, geselliger, sicherer und mit weniger Abstand unsere Westerburger Kirmes begehen können. In den letzten Monaten waren Stadt und Kirmesgesellschaft in ständigem Austausch. Zu Beginn des Jahres, als der August noch in weiter Ferne lag, konnten sich nur wenige vorstellen, dass unsere Kirmes von den sich überschlagenden Ereignissen bedroht sein würde. Im Laufe der Monate wurde aber schnell klar, dass unser Volksfest in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden kann - ebenso wie das Münchner Oktoberfest, der Dürkheimer Wurstmarkt, die Kieler Woche oder das Neusser Schützenfest. Dennoch waren sich die Beteiligten immer einig: So ganz sang- und klanglos soll die Westerburger Kirmes auch in diesem Jahr nicht vorübergehen. Zunächst lässt sich das bevorstehende Kirmeswochenende bereits am Stadtbild ablesen: Die Straßen der Stadt sind schon seit einigen Tagen durch den städtischen Bauhof in den Westerburger Farben Rot und Blau geflaggt worden. Viele Bürgerinnen und Bürger sind dem Beispiel gefolgt und haben ihre Häuser ebenfalls geschmückt. Diejenigen, die noch zögern, möchte ich gerne ermutigen, ihre Häuser und Gärten auch entsprechend herzurichten, damit zumindest optisch erkennbar ist, dass unsere Heimatstadt an diesem Wochenende Kirmes feiern würde. Die traditionellen Kirmesumzüge fallen in diesem Jahr aus.

Die Kirmesgesellschaft wird am Kirmessamstag einen Rundgang durch die Stadt absolvieren und mit entsprechenden Hygiene- und Abstandsregeln dem ein oder anderen langjährigen Vereinsmitglied einen Besuch abstatten. Am Sonntag wird die Stadtkapelle Westerburg auf dem eigentlichen Rummelplatz in der Zeit von 11.00 bis 13.00 Uhr ein Platzkonzert geben. Das Gelände wird großräumig abgesperrt. Ich bitte darum, dies zu beachten. Auf dem gegenüberliegenden Schafbachufer, auf dem Rathausplatz, wird es aber die Möglichkeit geben, den Klängen des Orchesters zu lauschen. Hierfür werden einige Sitzplätze - unter Beachtung der aktuellen Coronaverordnung - bereitgestellt, die nach entsprechender Registrierung durch die Zuhörer eingenommen werden können. Der Eintritt ist frei. Erfahrungsgemäß werden die Musikerinnen und Musiker aber auch in einem Teil des Stadtgebietes gut zu hören sein und so zumindest akustisch ein wenig Kirmesstimmung in die Stadt bringen. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich bereits mit ihren Freunden und Nachbarn verabredet, um im kleinen Kreis zu feiern.

Vielleicht unterstützen Sie auch am bevorstehenden Wochenende unsere heimische Gastronomie, die seit dem Ausbruch des Coronavirus unter den Eindämmungsmaßnahmen leidet. Unsere zahlreichen Westerburger Gastwirte haben es verdient, dass wir auch in dieser Zeit dort einkehren. Die Kirmes bietet sicherlich einen guten Anlass hierzu. Nehmen Sie sich jedenfalls an unserem traditionellen Kirmeswochenende die Zeit und Muse um - selbstverständlich unter Beachtung aller Regelungen - miteinander auf unsere Kirmes anzustoßen, auf die vielen Helfer, die das Fest in den vergangenen Jahren mit reichlich Herzblut und Engagement so liebevoll gestaltet haben und die in diesem Jahr nun die Kirmes in der gewohnten Form absagen mussten. Flanieren Sie durch unsere schöne Heimatstadt und denken Sie an das reichhaltige gesellschaftliche Leben, dass hier zur Zeit nur eingeschränkt stattfinden kann und dem wir wünschen, dass es schnellstmöglich wieder zur Normalität zurückfinden kann. Abschließend möchte ich Sie alle zum Besuch des Kirmesmarktes am Dienstag kommender Woche einladen. Auch dieser findet aus organisatorischen Gründen (Abstände zwischen den Marktständen, Zugangskontrollen, Absperrung des Geländes) nicht wie in den vergangenen Jahr in der Innenstadt sondern auf der Hofwiese statt.

Ein Besuch lohnt sich aber allemal. Liebe Westerburgerinnen und Westerburger, ich wünsche uns allen ein ruhiges, aber dennoch schönes Kirmeswochenende, sowie beste Gesundheit und verbleibe mit dem traditionellen Gruß aller Westerwälder:

Hui Wäller? Allemol!

Ihr Janick Pape Bürgermeister der Stadt Westerburg


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